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Plattenepithelkarzinom - Stachelzellkrebs

Das Plattenepithelkarzinom ist der zweithäufigste bösartige Hauttumor. Er wächst lokal zerstörend und bildet nur sehr selten Tochtergeschwülste. Das Durchschnittsalter liegt derzeit bei 65 Jahren, wobei Männer sind häufiger betroffen als Frauen.

Das Plattenepithelkarzinom tritt bevorzugt in Arealen auf, die einer verstärkten Sonneneinstrahlung ausgesetzt sind. Daher findet man etwa 90 % der Plattenepithelkarziniome im Gesicht, besonders an den Lichtterassen wie Unterlippe, Ohren und Wangen. Das Plattenepithelkarzinom der Haut beginnt meist mit einer Krebsvorstufe, der sogenannten solaren oder aktinischen Keratose oder Lichtschwiele. Als Morbus Bowen wird die frühe Form des Plattenepithelkarzinoms bezeichnet, die so oberflächlich wächst, dass sie noch keinen Anschluss an Blut oder Lymphgefäße hat. Wird der Krebs noch in dieser frühen Wachstumsphase behandelt, kann keine Absiedlung auftreten. Das Plattenepithelkarzinom beginnt als oft als leicht schuppender, rauer, rötlicher Fleck. Mit zunehmendem Größenwachstum bildet sich ein rötlicher Knoten, der leicht blutet und verkrustet ist. Häufig wird es von Bakterien besiedelt. Das Plattenepithelkarzinom wächst zunächst kontinuierlich und zerstört die dort vorhandenen Gewebestrukturen. Im Fortgeschrittenen Stadium kann der Tumor sich über die Blut- und Lymphgefäße ausbreiten und ist dann schwerer zu behandelt.

Der Hautarzt kann in der Regel das Plattenepithelkarzinom an seinem typischen Aussehen erkennen. Die Diagnose wird durch eine Probebiopsie und die anschließende feingewebliche Untersuchung gesichert. Die Behandlung des Plattenepithelkarzinoms besteht in der operativen Entfernung des gesamten Tumors mittels dreidimensionaler Schnittrandkontrolle und Einhaltung eines entsprechenden Sicherheitsabstandes. Für die weitere Planung der Behandlung ist eine Untersuchung der Tumordicke maßgeblich. Ab einer Tumordicke von mehr als 2 mm wird zusätzlich zur Operation eine Lymphknotensonographie zum Ausschluss einer Lymphknotenmetastasierung empfohlen. Die übliche Durchuntersuchung bei Diagnose eines Plattenepithelkarzinoms besteht aus Röntgenaufnahme der Lunge, Ultraschall von Abdomen und Lymphknotenstationen. Bei größeren Karzinomen werden auch Computertomographie oder Kernspintomographie eingesetzt.

Bei nicht operierbaren Befunden kann zur Behandlung auch einen Strahlentherapie mittels Elektronen durchgeführt werden.

Um neue oder um ein erneutes Auftreten eines vorbehandelten Plattenepithelkarzinoms der Haut frühzeitig zu erkennen, ist eine regelmäßige hautärztliche Kontrolle erforderlich.
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