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Fuß- und Nagelpilz

Fußpilz - ein ungebetener Mitläufer

Pilze sind Schmarotzer. Sie sind unselbständig, besitzen kein Chlorophyll, wie Pflanzen, und sind daher in Sachen Ernährung immer auf einen Wirt angewiesen. Da könnten sie sich auch einen anderen, als den Menschen aussuchen, denkt man sich. Das tun sie auch - zumindest einige von ihnen sitzen unter Bäumen im Wald und tragen sogar zu kulinarischen Ausflügen bei. Baumstümpfe oder menschliche Haut - Pilze fühlen sich wohl, wo es feucht ist. Als idealen Aufenthaltsort haben sich einige Arten den Menschen ausgesucht. Dort lieben es manche von ihnen besonders zwischen den Zehen zu sein, denn dort liegt Haut auf Haut, was für Feuchtigkeit und Wärme sorgt: Beste Voraussetzungen für das Wachsen und Gedeihen unzähliger Pilzkolonien. Haben sie genügend Zeit sich auszubreiten, machen sie sich auch ihrem Wirt unangenehm bemerkbar. Es juckt und "beisst" teilweise recht schmerzlich zwischen den Zehen, die Haut ist stellenweise wie aufgeweicht, weißlich belegt, schält sich, ist eingerissen und ein unangenehm fauliger Geruch entfaltet sich, sobald die Schuhe ausgezogen sind. Kein Spray bringt da auf Dauer Abhilfe. Zunächst muss dem Pilz an seinen sporenlosen Leib gerückt werden. Denn werden die Symptome zu lange Zeit ignoriert oder eifrig gekratzt, statt medizinisch behandelt, breitet sich der Fußpilz in aller Seelenruhe aus und kann sogar den Zehennagel befallen. Dort angesiedelt ist er nur schwerlich wieder zu entledigen, denn er sitzt eisern in der Hornschicht des Nagels. Dieser verändert sich dadurch, wird gelblich und krümelt ab. Dem Arzt reicht meist schon ein Blick, um Fuß- oder Nagelpilz festzustellen. Meist nimmt er aber mit einem Schaber eine kleine Probe der Haut oder mit einer Schere ein Stück des Nagels ab und untersucht es auf Pilzsporen. So sehr Pilze Wärme und Feuchtigkeit lieben, so sehr fürchten sie Licht und Luft. Wer seine Zehen und vor allem die Zwischenräume immer gut trocknet gibt dem Fußpilz keine Chance auf interessantes Terrain zu stoßen. Denn ohne Wärme und Feuchtigkeit sprießt kein Fußpilz. Häufiges Barfuss gehen ist am idealsten mit viel Luft und wenig Schweiß für die Füße verbunden. Ansonsten sorgen luftige Schuhe und Baumwollsocken für die Voraussetzung dem Pilz seinen Aufenthalt zu vermiesen. Eine übertriebene Fußhygiene mit häufigem Waschen und Seifen ist nicht nur unnötig, sonder kann die Haut sogar weiter schädigen und das Pilzgedeihen wiederum fördern. Geht man außer Haus in Schwimmbäder, Hotels, etc. kann man sich schützen, indem man entsprechende Schwimm- oder Hausschuhe trägt.

 

Das hilft bei Fuß- und Nagelpilz!

Ist der Fußpilz einmal da, hilft eine Anti-Fußpilzsalbe (Antimykotikum). Diese wird über mehrere Tage hinweg in regelmäßigen Abständen dünn auf die befallenen Stellen aufgetragen und packt den Pilz beim Schopfe. Bei korrekter Anwendung ist damit der Fußpilz im Normalfall gut zu beseitigen. Da die Salbe nur die äußeren Schichten erreicht nützt beim Befall des Nagels (Onychomykose) allerdings nur die Anwendung eines speziellen Nagellacks, der in die Nagelplatte eindringt und das weitere Pilzwachstum verhindert. In besonders hartnäckigen Fällen ist die Einnahme von einem Antimyktikum in Tablettenform erforderlich. Das gelangt dann über den Darm in das Blut und so zu allen pilzbefallenen Stellen.

 

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