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Schweißdrüsenabsaugung und -kurretage in Lokalanästhesie

Die Schweißdrüsenabsaugung in Lokalanästhesie ist derzeit die sicherste Methode, mit der eine dauerhafte Schweißbildung erreicht werden kann. Nach dem Markieren der betroffenen Areale werden die Schweißdrüsen in Lokalanästhesie entfernt.

Das Markieren des Op-Areals

Um die Größe des zu behandelnden Areals abschätzen zu können, wird mittels eines Jod-Stärke Tests das schweißproduzierende Areal ermittelt. Nach Auftragen einer hellbraunen Lösung wird Stärkepulver aufgestreut. Alle schweißproduzierenden Areale färben sich daraufhin dunkelblaubraun an und können markiert werden.

Die örtliche Betäubung

Anschließend werden größere Mengen (ca. 300 ml pro Achsel) einer verdünnten Betäubungsmittellösung unter die markierten Areale gespritzt. Die Unterspritzung erfolgt mittels einer kleinen Nadel und ist nicht schmerzhaft. Durch die große Flüssigkeitsmenge wird das Gewebe vorgedehnt und betäubt.

Sowohl das Ausmaß der Blutung als auch die Schwellung nach der Operation werden durch diese Form der Betäubung stark vermindert. Deshalb können die meisten Patienten bereits nach 1 oder 2 Tagen wieder zur Arbeit gehen.

Das Absaugen

Nach (schmerzloser) Anlage eines ca. 5 mm langen Schnittes kann mittels einer Kanüle das direkt unter der Haut liegende Fettgewebe mitsamt der darin enthaltenden Schweißdrüsen abgesaugt werden. Um auch die in den unteren Hautschichten vorhandenen Schweißdrüsen zu erreichen wird in einem zweiten Arbeitsgang die Haut von der Unterseite her leicht mit einer Kürette ausgedünnt. Anschließend wird das bearbeitete Gebiet mittels Sog von den abgelösten Schweißdrüsen gereinigt. Damit die Wundflüssigkeit gut ablaufen kann, wird die nur wenige mm große Öffnung nicht verschlossen sondern einfach mittels eines Pflasters abgedeckt. Anschließend wird ein Kompressionsmieder oder ein Kompressionsverband angelegt. Das etwa 1-2 Tage aus der Wunde laufende Sekret verhindert ein Eindringen von Bakterien. Durch die vorbeugende Gabe eines Antibiotikums wird das Infektionsrisiko weiter minimiert.

Das Resultat

Schweißdrüsen die abgesaugt wurden können nicht mehr nachwachsen. Daher ist das Operationsergebnis beständig. Lediglich in selten Fällen kann es zu einer Erholung nicht vollständig abgesaugter Schweißdrüsenanteile oder zu einem vermehrten Schwitzen in der Umgebung kommen. In diesen Fällen wird in einem erneuten Eingriff das entsprechende Areal noch mal intensiv behandelt. Der entscheidende Vorteil der Schweißdrüsenabsaugung gegenüber anderen Verfahren liegt in der Dauerhaftigkeit des Ergebnisses.

Risiken

Wie bei jedem operativen Eingriff kann es auch bei der Schweißdrüsenabsaugung zu Komplikationen wie vorübergehenden Schwellungen und Blutergüssen kommen. In seltenen Fällen kann es zu einem Serom (Flüssigkeitsansammlung im Gewebe) oder Wundheilungsstörungen kommen.

Für weitere Fragen, stehen wir Ihnen gerne zur Verfügung.

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